Nachdem ich die vergangenen sieben Jahre damit verbracht habe, Islamwissenschaft zu studieren und mich mit Themen wie „Frühgeschichte des Islam“, „Islam in Deutschland“, „Sprache des Koran“, der persischen Poesie, der arabischen Grammatik und türkischen Zeitungsartikeln beschäftigt habe, darf ich mich nun offiziell Islamwissenschaftler nennen. Islamwissenschaftlerin für all jene, die auf gendern stehen.
In Zukunft, so jedenfalls der Plan, werde ich hier hoch wissenschaftliche Informationen aus dem Bereich Islamwissenschaft zur Verfügung stellen, eigene Erfahrungen aus, in und mit der islamischen Welt erzählen und sicherlich auf den ein oder anderen qantara-Artikel verweisen. Oder auf diverse andere (Online-)Medien oder auf Arbeiten, Ansichten, Projekte von mir geschätzter Menschen.

Und wenn es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und ich in der Masse der Experten auf diesem Gebiet ein kleines Licht bin, ich hoffe trotzdem, dass ich so ein wenig zum gegenseitigen Verständnis unter den Menschen beitragen kann. Kulturen sind verschieden. Andere Kulturen kennen zu lernen ist spannend und soweit ich das beurteilen kann, eine Bereicherung. Das gleiche gilt für Religionen. Ich bin überzeugt, dass ein friedliches Nebeneinander der Kulturen und Religionen nicht nur möglich ist, sondern in manchen Teilen der Welt bereits existiert oder eine zeitlang existierte. Gerne denke ich hierbei an einen Nachmittag in der Altstadt von Damaskus zurück, als der Gebetsruf der Moscheen auf die gleiche Zeit wie das Glockenläuten der Kirchen fiel. Mein Gastvater Abu Baschar forderte mich auf genau hinzuhören und meinte: „Es funktioniert doch.“