afkari افكاري

Ein nicht immer wissenschaftlicher Islamwissenschaftsblog

Schlagwort: Koranforschung

Die Sprache des Koran – Der Wandel in der westlichen Koranforschung und die Luxenberg-Debatte (VIII)

VIII. Zeit des Nationalsozialismus und Nachkriegszeit

In den dreißiger Jahren verliert die ehemals in der westlichen Wissenschaft populäre Forschung nach jüdischen und christlichen Einflüssen und Quellen in Koran und Islam an Einfluss. Sie gerät schließlich ganz außer Mode.[1] Dies liegt auch in der Machtergreifung der Nationalsozialisten begründet, die zu einem gewaltsamen Abbruch der fruchtbaren Forschungstradition der Wissenschaft des Judentums führt. [2] Dadurch werden die bisherigen Errungenschaften und Erkenntnisse dieser Wissenschaft nicht weiter entwickelt und fortgesetzt. Es kommt sogar zu einer zunehmenden Herabsetzung der geleisteten Arbeit von Gelehrten der Wissenschaft des Judentums. Den Koran als einen von Interpretationen freien Text aus der Zeit seiner Entstehung und den Anfängen der Gemeindebildung zu sehen und vor diesem Hintergrund zu erforschen, geht auf diese Wissenschaft zurück. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts beschäftigen sich zwar noch Richard Bell[3] in seinem Werk Origin of Islam und einige andere Wissenschaftler mit christlichen Traditionen, die im Koran zu finden sind. Der Forschungsschwerpunkt wird jedoch auf Muḥammad und sein Wirken gelegt. So beschäftigt sich Johann Fück[4] mit dem historischen Menschen hinter dem Propheten Muḥammad. Der Koran dient dabei als Zeugnis der psychologischen Entwicklung Muḥammads. Im Zuge dieser Entwicklung in der Koranforschung orientieren sich die Wissenschaftler vermehrt an der islamischen Prophetenbiographie, arabisch sīra.[5] Die älteste Biographie[6] des Propheten entsteht jedoch erst circa ein Jahrhundert nach dem Tod Muḥammads. Angelika Neuwirth sieht in dieser Fixierung auf die Prophetenbiographie eine Stagnation. Für sie leitet

„die – strenggenommen anachronistische – Orientierung an der […] Prophetenbiographie jedoch eine unverkennbare Verengung der vorher eingenommenen Horizonte“

für die bisherigen Erkenntnisse der Korangenese ein.[7]

Eine Ausnahme bildet hier noch Bells Ende der dreißiger Jahre erschienene zweibändige Koranübersetzung.[8] Bell ergänzt den Titel The Qurʾān, translated mit dem Zusatz with a critical re-arrangement of the surahs.[9] Er geht von der Annahme aus, dass Textstücke des Koran ursprünglich auf Pergamentfragmenten festgehalten waren.[10] Auf dieser Grundlage erklärt Bell mehrfach vorkommende Textelemente: Neuere Versionen werden auf die Rückseite der bereits beschriebenen Pergamentfragmente notiert. Bei der endgültigen Textredaktion des Koran wird dieser Umstand nicht berücksichtigt und es werden sowohl die neue als auch die alte Version des festgehaltenen Textes aufgenommen.[11] Unter diesem Gesichtspunkt ordnet Bell den Text neu.[12]

Von Bell abgesehen orientiert sich aber auch in der Nachkriegszeit die Wissenschaft an der Person des Propheten. Zum Vorbild nimmt sich die Koranwissenschaft in Deutschland dabei die Leben-Jesu-Forschung, die seit dem 19. Jahrhundert versucht, den historischen Menschen Jesus zu erforschen. Literaturwissenschaftliche Ansätze werden nicht oder kaum verfolgt, da sich keine relevanten Kriterien innerhalb des Koran finden lassen. Der Vergleich mit den monotheistischen Vorgängerreligionen des Islam kommt ebenfalls nicht zum Tragen, da nach dem Holocaust das jüdische Traditionswissen nicht mehr zur Verfügung steht.[13] So bleiben

„literaturwissenschaftliche Ansätze […] ebenso wie die Kontextualisierung des Koran mit der jüdischen Tradition in der Nachkriegszeit weitgehend ausgeblendet; lediglich die textkritische Arbeit wurde noch einige Zeit fortgesetzt. Daß damit nicht nur die Auseinandersetzung mit den vorher vertretenen Positionen entfiel, sondern schließlich sogar die Grundlage jeder historischen Koranforschung selbst aufgegeben wurde, nämlich die von Theodor Nöldeke erarbeitete Chronologie der Suren, muss aus der Retrospektive als verhängnisvoller Rückschritt der Forschung beurteilt werden.“[14]

[1] Motzki, Harald: Alternative Accounts of the Qurʾān’s Formation, in: McAuliffe, Jane Dammen (Hrsg.): The Cambridge Companion to the Qurʾān, New York, Cambridge University Press, 2006. S. 65.

[2] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 76f.

[3] Gest. 1952

[4] Gest. 1974

[5] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 81f.

[6] Diese wird von Muḥammad b. Isḥāq verfasst. Ibn Isḥāq wird 704 in Medina geboren und stirbt um das Jahr 767 in Bagdad. Seine Prophetenbiographie ist jedoch nur mehr in der sīra des Ibn Hišām (gest. 830) erhalten. (Halm, a.a.O., S. 17.)

[7] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 82.

[8] 1937 und 1939 erschienen.

[9] Rippin, a.a.O., S. 249.

[10] Rippin, a.a.O., S. 242.

[11] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 83.

[12] Rippin, a.a.O., S. 242.

[13] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 83.

[14] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 84.

Die Sprache des Koran – Der Wandel in der westlichen Koranforschung und die Luxenberg-Debatte (VII)

VII. Die westliche Koranwissenschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert schließlich werden vermehrt zweisprachige Korane gedruckt und die Universitäten Europas erweitern das Studium des Arabischen und des Islams um die Korananalyse.[1] Doch trotz dieser Entwicklung finden sich bis ins 20. Jahrhundert hinein Aussagen von Wissenschaftlern und vor allem christlichen Theologen, die ein großes Unverständnis ob der religiösen Darlegungen im Koran formulieren. Der Theologe Wilhelm Rudolph äußert sich in seinem 1922 erschienenen Werk Die Abhängigkeit des Qorans von Judentum und Christentum mit negativen Gefühlen zur Paradiesvorstellung, wie sie im Koran beschrieben wird. Er bescheinigt Muḥammad und seiner Vorstellung von der göttlichen Erlösung und dem ewigen Leben im Paradies das Fehlen jeglicher Spiritualität und ein Aufgehen in extremen Materialismus.[2]

Parallel zur Etablierung der Korananalyse an den Universitäten Europas entsteht schließlich auf Grundlage der historisch-kritischen Methoden der Bibelwissenschaften und durch eine weitere Forschungsrichtung, der Wissenschaft des Judentums, eine neue Tendenz in der Beschäftigung mit dem Koran als Text, mit seinem Inhalt und seiner Sprache.[3] Vorreiter ist dabei Abraham Geiger[4], der mit seinem 1833 erschienenen Werk Was hat Mohammed aus dem Judenthume aufgenommen? versucht, die jüdischen und auch christlichen Quellen innerhalb des Koran aufzuzeigen. Dabei kommt Geiger zu der Erkenntnis, dass

„Religion in ihren verschiedenen Erscheinungsformen ein Produkt historischer und sozialer Kräfte ist.“[5]

Geiger legt damit den Grundstein für die kritische Koranforschung in Europa. Die Offenbarungen Muḥammads werden betrachtet und mit heidnischen, jüdischen, zoroastrischen, christlichen und manichäischen Quellen und Grundlagen verglichen. Parallelen und Einflüsse werden untersucht und mögliche Abweichungen der verschiedenen Quellen vermerkt.[6]

Gustav Weil[7] versucht in seinem 1844 erschienenen Werk Historisch-kritische Einleitung in den Koran den Koran in seinen historischen Kontext zu setzen. Durch die Verfeinerung der Aufteilung der koranischen Suren in mekkanische und medinensische folgt er der muslimischen Tradition. Ihm gelingt es schließlich, Syntax und Semantik des Korantextes mit drei Perioden des Wirkens Muḥammads in Mekka in Zusammenhang zu bringen.[8] Durch Forscher wie Ignaz Goldziher[9] und Theodor Nöldeke[10] und ihre Grundlagenwerke zum Koran wird diese Forschung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiter voran getrieben.[11] Nöldeke beschäftigt sich ähnlich wie Weil mit der Aufteilung der Suren in mekkanische und medinensische.[12] Sein Werk Geschichte des Qorāns stellt in Bezug auf die Methodik das Grundlagenwerk für die europäische und amerikanische Koranwissenschaft dar. Nöldeke konzentriert sich in seinem preisgekrönten Werk auf die historischen Gegebenheiten zur Zeit der Entstehung und Etablierung des Islam und vor allem des Koran. Er untersucht verschiedene Quellen auf ihre Glaubwürdigkeit und wägt die Wahrscheinlichkeit der Berichte ab. Texte werden auf Alter sowie darauf untersucht, ob sie offensichtliches ideologisches Material enthalten. Auch das Zusammenspiel von Aktion und Reaktion auf die Geschehnisse um die Entstehung des Koran berücksichtigt Nöldeke. So kommt er laut Andrew Rippin zu einem Bericht der Ereignisse, der wohl nah an dem ist,

„was wirklich geschah.“[13]

Die Werke Weils und Nöldekes stellen große Errungenschaften im Bereich der philologischen Koranforschung dar. Neben dem Werkzeug der kritischen Methode zeigen sie die Bedeutung auf, die der Forschung an der Entwicklung eines Textes zukommt. Der Einfluss Weils und Nöldekes wirkt auch heute noch in der Koranforschung fort. Die meisten neuen Einführungen in den Koran fußen auf ihrer Methode.[14] Die Arbeit von jüdisch gebildeten Forschern wie Geiger und Goldziher sowie Kennern klassischer arabischer Literatur und biblischer Texte wie Nöldeke wird schließlich von Vertretern der Wissenschaft des Judentums wie Josef Horovitz[15] präzisiert. In seiner Studie Jewish Proper Names befasst er sich auch mit arabischen Eigennamen und vergleicht diese mit jüdischen. In dem Werk Koranische Untersuchungen geht er auf Erzählformen des Koran ein.

[1] Ebd.

[2] Wild, a.a.O., S. 632.

[3] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 76.

[4] Gest. 1874

[5] Rippin, a.a.O., S. 240

[6] Wild, a.a.O., S. 632.

[7] Gest. 1889

[8] Rippin, a.a.O., S. 240.

[9] Gest. 1921

[10] Gest. 1930

[11] Neuwirth, 2010, a.a.O., S. 76.f.

[12] Nöldeke, a.a.O., S. 72.

[13] Rippin, a.a.O., S. 240.

[14] Rippin, a.a.O., S. 241.

[15] Gest. 1931

Die Sprache des Koran – Der Wandel in der westlichen Koranforschung und die Luxenberg-Debatte (I)

„Der Koran gehört nicht zu den Büchern, die sich einem Leser leicht erschließen. Das gilt ganz unabhängig davon, ob dieser Leser Muslim ist oder nicht.“[1]

In erster Linie hängt diese Tatsache mit der Sprache des Koran zusammen. Dabei handelt es sich nach allgemeiner Meinung gläubiger Muslime[2], islamischer Gelehrter wie Muḥammad ʿAbduh und namhafter Wissenschaftler wie Tilman Nagel, Annemarie Schimmel[3], Hartmut Bobzin[4], Heinz Halm[5], und vielen weiteren um

„[…] das Hocharabische, die lingua franca des damaligen Arabien. Es weicht nur in einigen grammatischen und stilistischen Eigentümlichkeiten, die man gemeinhin als Einsprengsel der hedschasischen Heimatmundart Muḥammads deutet, von diesem Idiom ab.“[6]

Für Muḥammad ʿAbduh[7] ist der Koran lediglich für diejenigen verständlich, die das reine Arabisch beherrschen.[8] Dem entgegen steht die Auffassung Christoph Luxenbergs. Er vertritt in seiner Studie Die syro-aramäische Lesart des Koran – Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache die These, dass die Araber zur Zeit der Entstehung des Koran das Syro-Aramäische als Schrift- und Kultursprache nutzten.[9] Hinter dem Pseudonym Christoph Luxenberg versteckt sich ein Koranforscher aus dem Umfeld der Saarbrücker Wissenschaftler Karl-Heinz Ohlig und Gerd-Rüdiger Puin. Der katholische Theologe und Religionswissenschaftler Ohlig stellt die historische Existenz des Propheten Muḥammads in Frage und fasst den Begriff muḥammad als Hoheitstitel für Jesus auf.[10] Ohlig schließt sich in der Frage der Koransprache in vielem Luxenberg an, der im Vorwort seiner Studie sagt, dass die Araber zur Zeit der Entstehung des Koran zum Großteil Christen waren und dadurch nichts näher liegt,

„als daß diese naturgemäß Elemente ihrer syro-aramäischen Kult- und Kultursprache ins Arabische eingebracht haben. Aufzuzeigen, in welchem Umfang dies im Koran der Fall ist, hat sich diese Studie zur Aufgabe gemacht. Die darin vorgestellten Proben mögen exemplarisch zu einer über das Syro-Aramäische teilweise erzielbaren Entschlüsselung der Koransprache dienen.“[11]

Fundierte Kenntnisse des klassischen Arabisch und seiner Grammatik, wie sie beispielsweise ʿAbduh zum vollen Verständnis des Koran fordert,[12] betrachtet Luxenberg jedoch

„eher als hinderlich, während die Beachtung der syro-aramäischen Grammatik unter Umständen zur Erkenntnis bisher ungeahnter Aspekte der Koransprache verhilft.“[13]

Luxenbergs Studie über den Koran stellt sich in eine langen Tradition der westlichen Koranforschung, die sich auf verschiedene Art und Weise und bei ändernden Methoden mit dem Koran als Text und mit seiner Sprache beschäftigt hat. Schon früh haben sich christliche Geistliche mit dem Islam und seinem heiligen Buch beschäftigt. Zu Beginn geschah dies vor allem in Regionen, wo sich Christentum und Islam ‚trafen‘. Diese frühe Beschäftigung mit dem Koran, wie sie zum Beispiel Johannes von Damaskus[14] im 8. Jahrhundert betrieb, hatte jedoch vorrangig den Zweck, die noch vergleichsweise junge Religion zu kritisieren.[15]

Bis in die heutige Zeit hinein gibt es einen steten Wandel in der Herangehensweise an den Koran.

In den kommenden Beiträgen soll dieser Wandel dargestellt und die Frage bearbeitet werden, ob mit aktuellen Methoden und Thesen, wie denen von Luxenberg und Ohlig, ein Fortschritt in der Koranforschung erreicht werden kann. Die Literaturangaben sind dabei fortlaufend (wobei die Fußnoten bei jedem Beitrag bei [1] beginnen). Wenn nicht anders angegeben, so handelt es sich bei den wiedergegebenen Suren um die Übersetzung von Rudi Paret.

In den Beiträgen folgt nach einer Darstellung der Sprache, Redaktion und äußeren Form des Koran, wie sie die islamische Überlieferung wiedergibt und der auch ein Großteil nichtmuslimischer Wissenschaftler folgt, die Geschichte der westlichen Koranforschung, beginnend mit der bloßen Beschäftigung mit der als Konkurrenz zum Christentum empfundenen Religion[16] hin zu den neuen beziehungsweise weiterentwickelten Forschungsansätzen des 20. Jahrhunderts. Hierbei wird auf die Ansätze und Arbeiten von Abraham Geiger, Gustav Weil, Ignaz Goldziher und Theodor Nöldeke und den Einfluss der Wissenschaft vom Judentum eingegangen. Es folgt ein Kapitel über die Anfänge der revisionistischen[17] Koranforschung mit Günther Lüling als erstem Vertreter dieser Richtung und der Behandlung der 1977 erschienenen revisionistischen Arbeiten von John Wansbrough (Quranic Studies – Sources and Methods of Scriptural Interpretation) sowie Patricia Crone und Michael Cook (Hagarism – The Making of the Islamic World). Nach der eher weniger beachteten Studie Lülings Über den Ur-Qurʾan – Ansätze zur Rekonstruktion vorislamischer christlicher Strophenlieder im Qurʾan, erlangt John Wansbrough große Aufmerksamkeit mit seinem Werk Quranic Studies und der These, dass der Koran, wie wir ihn heute kennen, entgegen der Überlieferung erst im 8. oder 9. Jahrhundert entstanden ist. Dies auch nicht etwa in Mekka, Medina oder allgemein der Arabischen Halbinsel, sondern in Mesopotamien.[18] Diese These, deren Einfluss auf die Koranforschung der letzten dreißig Jahre nicht zu unterschätzen ist, zieht bis heute einen Graben innerhalb der westlichen Koranwissenschaft und teilt diese in verschiedene Lager.[19] Die revisionistischen Arbeiten Lülings, Wansbrough, Crones und Cooks können zu Recht als Grundlage für die Thesen Luxenbergs, Ohligs und anderer Koran- und Frühislamforscher des 21. Jahrhundert betrachtet werden.

Auf die Forscher und Forschungsergebnisse des 21. Jahrhundert wird im Anschluss eingegangen. Es folgt eine ausführliche Beschäftigung mit den Thesen und Arbeitsweisen nicht nur Luxenbergs mit seiner Studie Die syro-aramäische Lesart des Koran, sondern auch Ohligs, der nicht nur, wie bereits erwähnt, die Existenz des Propheten Muḥammad anzweifelt.[20] Er verlegt die Entstehung des Islam, ähnlich wie Crone und Cook,[21] von der Arabischen Halbinsel und Mekka in andere Regionen.[22] Die ausführliche Beschäftigung mit den Thesen Luxenbergs und Ohligs rührt von der großen medialen Aufmerksamkeit her, die der Studie Luxenbergs bei ihrer Veröffentlichung im Jahr 2000 und bis heute widerfährt. Auch in der Nicht-Fachpresse wird die Studie in den letzten Jahren immer wieder erwähnt.

[1] Bobzin, Hartmut: Der Koran – eine Einführung, München, Verlag C.H. Beck, 1999. S. 9.

[2] Schimmel, Annemarie: Die Religion des Islam, Stuttgart, Philipp Reclam jun., 11. Auflage, 2010. S. 30.

[3] Schimmel, a.a.O., S. 30 – 33.

[4] Bobzin, a.a.O., S. 87.

[5] Halm, Heinz: Der Islam – Geschichte und Gegenwart, München, Verlag C.H. Beck, 5., akt. Auflage, 2004. S. 13. Halm bezieht sich hier u.a. auf die ersten Verse der Sure 12 (Josefs-Sure), in dem es heißt: Dies sind die Zeichen der deutlichen Schrift. Wir haben sie als einen arabischen Koran hinabgesandt.

[6] Nagel, Tilman: Der Koran – Einführung-Texte-Erläuterungen, München, Verlag C.H. Beck, 3. Auflage, 1998. S. 15.

[7] Gest. 1905. Ägyptischer Reformer und Mufti, der für die Vereinbarkeit der islamischen Religion mit den technisch-wissenschaftlichen Neuerungen eintrat. (Schölch, Alexander: Der arabische Osten im neunzehnten Jahrhundert, in: Haarmann, Ulrich und Heinz Halm (Hrsg.): Geschichte der arabischen Welt, München, Verlag C.H. Beck, 4., überarbeitete und erweiterte Auflage, 2001. S. 390.)

[8] Nagel, Tilman: Der Koran – Einführung-Texte-Erläuterungen, München, Verlag C.H. Beck, 1983. S. 8.

[9] Luxenberg, Christoph: Die syro-aramäische Lesart des Koran – Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin, Verlag Hans Schiler, 4. Auflage, 2011. S. 10.

[10] Ohlig, Karl-Heinz: Vom muhammad Jesus zum Propheten der Araber – Die Historisierung eines christologischen Prädikats, in: Ohlig, Karl-Heinz (Hrsg.): Der frühe Islam – Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen, Berlin, Verlag Hans Schiler, 1. Auflage, 2007a. S. 329.

[11] Luxenberg, 2011, a.a.O., S. 11.

[12] Nagel, 1983, a.a.O., S. 8.

[13] Luxenberg, 2011, a.a.O., S. 151.

[14] Gest. 754. Theologe und Kirchenvater.

[15] Rippin, Andrew: Western Scholarship and the Qurʾān, in: McAuliffe, Jane Dammen (Hrsg.): The Cambridge Companion to the Qurʾān, New York, Cambridge University Press, 2006. S. 237.

[16] Bobzin, a.a.O., S. 15.

[17] Im Bezug auf den Ausdruck ‚Revisionismus‘ schließe ich mich Nicolai Sinai an. Er weist in seinem Werk Fortschreibung und Auslegung – Studien zur frühen Koraninterpretation daraufhin, dass er den Begriff „als hilfreiches Etikett für die Arbeiten Wansbroughs und von ihm angeregter, im Einzelnen jedoch eigene Wege gehender Wissenschaftler […] verwendet. Die vor allem in politischen Kontexten mitschwingende pejorative Konnotation des ‚Abweichlertums‘ ist nicht intendiert.“ (Sinai, Nicolai: Fortschreibung und Auslegung – Studien zur frühen Koraninterpretation, Wiesbaden, Harrassowitz Verlag, 2009. S. 23).

[18] Neuwirth, Angelika: Der Koran als Text der Spätantike – Ein europäischer Zugang, Berlin, Verlag der Weltreligionen, 2010. S. 91.

[19] Sinai, a.a.O., S. 23.

[20] Ohlig, 2007a, a.a.O., S. 329.

[21] Neuwirth, Angelika: Zur Archäologie einer Heiligen Schrift – Überlegungen zum Koran vor seiner Kompilation, in: Burgmer, Christoph (Hrsg.): Streit um den Koran – Die Luxenberg-Debatte: Standpunkte und Hintergründe, Berlin, Verlag Hans Schiler, 3., erweiterte Auflage, 2007a. S. 131.

[22] Ohlig, Karl-Heinz: Licht ins Dunkel der Anfänge des Islam, in: Ohlig, Karl-Heinz (Hrsg.): Der frühe Islam – Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen, Berlin, Verlag Hans Schiler, 1. Auflage, 2007b. S. 8.

 

 

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